Promemoria

Lake Tales

2015
  • Man möchte sich vorstellen, dass Romeo Sozzi morgens, bevor er den Tag beginnt, über seinen See blickt. Er nimmt Wetterstimmungen war, ein Wechselspiel von Farben und Reflexen. Hierin liegt der Ursprung der Kollektion „Lake Tales“: Der Wasseroberfläche nachempfunden greift sie im Vorübergehen wahrgenommene Farbschattierungen und verschwommene Reflexionen auf. Daraus entstehen Flächen aus schillerndem Samt mit einer edlen metallischen Patina.

  • Ein See, vielfältige Inspiration

    Nicht jeder mag Seen. Und das macht sie umso interessanter. Die Landschaft eines Sees ist wählerisch: berührt sie doch jene, die aus persönlichen oder biografischen Gründen die Fähigkeit besitzen, sie zu spüren und nicht nur zu betrachten. Ein See ist Musik, flüchtig wie ein Klang, wechselhaft und geheimnisvoll. Meist sind es die Künstler, die sich zum ihm hingezogen fühlen. Zurückhaltend und still, von plötzlichen Stürmen aufgewühlt, zwischen zwei Häusern in den DEUen Gassen eines Dorfs hervorblitzend, durch Äste hindurch und zwischen Baumreihen beobachtet, in ein blendendes Licht getaucht, das ihn in ein abstraktes Gemälde verwandelt, unbeweglich im Winter, ruhig im Morgennebel, wie aus Stahl, wenn die Wasseroberfläche den grauen Himmel spiegelt. Der Betrachter erlebt den und die Ufer, Hügel und Berggipfel, die sich darin spiegeln.

  • Das Kielwasser eines Boots, die konzentrischen Kreise auf der Oberfläche, mit Gischt gesprenkelte Kräuselwellen an windigen Tagen: Texturen, die sich einprägen, die verarbeitet und gezeichnet werden wollen. Und die Farben: alle Blau- und Grautöne des Wassers; das Grün der Maulbeerbäume, Olivenbäume, Lorbeerspaliere und – weiter oben – Kastanienbäume; das Gelb der Schwertlilien und die verwaschenen Töne des wiegenden Schilfs, die Binsen im Herbst und die rostroten Rohrkolben. Nicht zu vergessen die vorbeistreifenden Vögel, Seetaucher, Schwäne und Blesshühner. Und all die Zugvögel, deren Heimat in der Ferne liegt und die nur kurz verweilen. Literarische Beschreibungen hallen im Gedächtnis wider und rufen allseits bekannte Namen hervor, von Manzoni bis Fogazzaro. Aber auch den ein oder anderen Namen aus dem Norden, der in den Mittelmeerraum vorgedrungen ist. Der Stil von Segantini und der romantische Streifblick von Friedrich und Caroline Lose (er Landschaftsmaler, sie Coloristin und Graveurin, die häufig Seen als Ziel ihrer Künstlerreisen im 19. Jahrhundert wählten) stellen das Idyll von Brianza dar.

  • Viele Modelle von Promemoria sind Teil dieser Kollektion, z. B. Betthaupt „Balbianello“, das von der berühmten Villa am Comer See inspiriert wurde, oder Sessel „Gertrude“, der nach der berühmten Nonne aus Manzonis Roman „Die Brautleute“ benannt ist. Oder „Oleandra“, ein Sideboard, das durch die See-Flora und -Fauna inspiriert ist und sich zum Kultobjekt entwickelt. Aber auch „Fosca“, die skulpturale Leuchte, deren Spitze von einem Lampenschirm aus Seide umgeben ist, gleich Nebelschwaden um Berggipfel, die sich in den Morgenstunden im See spiegeln. Aber der wahre Star der Kollektion „Lake Tales“ ist Esszimmerstuhl „Panama“ mit seinem dekorativen Netzmotiv, das auf das Leben der Fischer am Lago di Lecco anspielt.

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